Herbsttagung des DFO-Landesverband Bayern im Mittelfränkischen Weißenburg- Gunzenhausen
Eins hatte der Vorsitzende Michael Mickisch den insgesamt 37 teilnehmenden Falknern, Hundeführern und Gästen versprochen: Hier gibt es so viele Hasen und Rebhühner, dass wir mittags bereits wieder im Gasthaus sitzen werden. Mit einem hatte er Recht Hasen gab es reichlich. Die Hühner hatten an diesem Tag jedoch einen siebten Sinn und hielten sich in den angrenzenden Nachbarrevieren oder im Revier des Baron von Oettingen auf. Der Stimmung tat es trotz fiesem Sprühregen keinen Abbruch. Waren die Anwarterfalkner an dieses englisch anmutende Wetter doch gewöhnt.
Der Mann der ersten Stunde war Benedikt Ziegler, während ein Teil der Teilnehmer noch in ihren Autos saß, hatte Benedikt mit seinem Habichtsweib bereits den ersten Hasen gebeizt. Kurz danach – die Teilnehmer hatte inzwischen die Autos verlassen fing Ferdinand Baer mit seinem Harris Hawk Weib den größten Hasen des Tages. Die Gäste munkelten schon, dass man nach den schnellen Erfolgen wirklich gleich im Gasthaus sitzt, aber dann gab es da die unermüdliche Suche nach den Hühnern und den ein oder anderen Beizvogel, der trotz großem Engagement und vielen Chancen einen Fehlflug hatte.
Bei den Krähenfalknern lief es etwas zäh. Eine der beiden Gruppen hielt sich bei Baron von Oettingen im Revier auf. Da gab es Rostgänse und die andernorts fehlenden Hühner zu bewundern aber die Krähen waren dünn gesät und nur die waren an dem Tag zu bejagen. In der zweiten Krähengruppe war Rainer Rätzer mit seinem Wanderfalkenweib erfolgreich und trug mit einer Krähe zur Strecke bei.
So sammelten sich am Spätnachmittag die Teilnehmer im Revier zum feierlichen Streckelegen um dem Wild die letzte Ehre zu erweisen. Es gab vier Hasen und eine Krähe zu verblasen und Michael Mickisch nahm die Gelegenheit wahr sich bei den Gastgebern Andrea und Marc Kamm für die Jagdeinladung zu bedanken. Zu guter Letzt kam man dann doch noch im Gasthof an, um sich im geselligen Kreis von Gleichgesinnten Anekdoten zu erzählen.
Katharina Weinberger



