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Unsere Beizvögel und wie mit ihnen gejagt wird

Unsere Beizvögel werden gemäß ihrer Taxonomie in Greifvögel und Falken eingeteilt. Sie dürfen nur für die Jagd auf jagdbares Wild (Hase, Kanin, Federwild etc.) eingesetzt werden und nur während der festgelegten Jagdzeiten für die jeweilige Wildart. Die jagdbaren Arten sowie deren Jagdzeiten werden in den jeweiligen Landesjagdgesetzen festgelegt.

In Deutschland dürfen von den heimischen Arten gemäß den gesetzlichen Vorgaben (Bundeswildschutzverordnung) nur insgesamt zwei Exemplare der vier Arten Steinadler (Aquila chrysaetus), Habicht (Accipiter gentilis), Sperber (Accipiter nisus) und Wanderfalke (Falco peregrinus) gehalten werden. Ausnahmen zu Zuchtzwecken sind möglich.

Für nicht-heimische Arten gilt diese Begrenzung nicht, doch werden meist nur bestimmte Arten, wie z. B. Harris Hawk (Parabuteo unicinctus), Rotschwanzbussard (Buteo jamaicensis), Habichtsadler (Aquila fasciata), Sakerfalke (Falco cherrug), Gerfalke (Falco rusticolus) und Lannerfalke (Falco biarmicus) eingesetzt.

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  • Ist »Falkner« ein (Ausbildungs-)Beruf?

    Nein, Falkner ist kein Ausbildungsberuf. In der Regel wird die Falknerei von Privatpersonen mit einem oder zwei Beizvögeln als Hobby durchgeführt. Einige wenige Falkner sind in Tierparks oder Schaufalknereien angestellt. Auch werden Greifvögel zur Vermeidung von Vogelschlag auf Flughäfen, zur Vergrämung von Tauben und Krähen im Bereich von Städten und der Landwirtschaft eingesetzt.
    Die Bezeichnung „Berufsfalkner“ ist nicht geschützt.

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Die Falknersprache:

Ebenso wie die Jägersprache unter Jägern gibt es unter Falknern eine Falknersprache. Diese ist in erster Linie auf niederländischen und flämischen Begriffen begründet, denn seit dem 16. Jahrhundert dominierten niederländische Falkner in der europäischen Falknerei.

Hier einige Beispiele:

  • Das „Geschüh“ bezeichnet die Ledermanschette, die an den Beinen des Beizvogels befestigt sind. Die „Geschühriehmen“ sind wiederum an diesen befestigt.
  • „Atzen“ ist ein Begriff für das Füttern bzw. Fressen des Vogels. Frisst der Vogel selbst, nennt man es auch „Kröpfen“.
  • „Beireiten“ bezeichnet das Fliegen des Beizvogels zur Faust seines Falkners bzw. seiner Falknerin.
  • „Abtragen“ wird das Zähmen des Beizvogels genannt. Dies wird mit allein mit viel Geduld und positiven Erfahrungen durchgeführt. Bestrafungen sind nicht möglich.
  • „Aufstellen“ sagt der Falkner, wenn er sich einen Beizvogel zulegt. Er stellt sich also einen Beizvogel auf.
  • „Stoß“ oder „Staart“ werden die Schwanzfedern des Beizvogels genannt
  • „Brente“ ist quasi eine flache Badewanne für Beizvögel. Die Vögel können sowohl daraus trinken, als auch darin baden, was sie sehr gern tun.
  • „Ring holen“ bezeichnet das ringförmige Höhe gewinnen von Falken zum Anwarten (siehe Beizjagd mit Falken -> Beizjagd mit dem Anwarterfalken)

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