Die Falknerei, auch als Beizjagd bekannt, ist eine jahrtausendealte Tradition und Methodik der Jagd mit Greifvögeln und Falken, die sich im Wesentlichen bis heute nicht verändert hat. Während der Begriff „Falknerei“ heutzutage häufig allgemein mit der Haltung aller Greifvögel und Eulen assoziiert wird, orientieren wir uns an der Definition des Internationalen Falknerverbands (IAF):
Falknerei ist die Jagd mit einem abgerichteten Greifvogel auf freilebendes Wild in dessen natürlichem Lebensraum.
Auch wenn der Begriff „Beizjagd“ zur Falknerei in der Regel synonym verwendet wird, bezieht er sich ausschließlich auf die Jagdausübung mit einem Beizvogel. Historisch hat er sich aus dem Wort „Beißjagd“ entwickelt, da Falken ihre Beute durch einen Biss in den Hals ihrer Beutetiere töten.
Rechtlich ist Falknerei auf die Beizjagd mit Greifvögeln und Falken beschränkt. Die Beizjagd mit Eulen (z. B. dem Uhu) ist in Deutschland verboten.
Das inzwischen leider sehr verbreitete „Eulenkuscheln“, also das Präsentieren von Eulen mit Geschüh (siehe unten unter Falknersprache) und Streicheln lassen von Kindern, Senioren, beeinträchtigten Personen und anderen lehnt der Deutsche Falkenorden ab.
