Mitgliederversammlung 2026
Der Vorsitzende Kai Siebert berichtete zunächst über einige Neuigkeiten aus dem DFO-Bundesverband, der beispielsweise wieder auf der Grünen Woche in Berlin auf dem gut frequentierten Stand des Deutschen Jagdverbandes vertreten war. Aufgrund der Vogelgrippe durften in diesem Jahr allerdings keine lebenden Greifvögel mitgebracht werden. Dort wurde u.a. der erste Band der neuen Kinderbuchreihe „Emil und die Falknerin“ vorgestellt, der ab sofort über den Falkner-Shop (www.falkner-shop.de) erhältlich ist. Der Antrag Kanadas, den Wanderfalken (Falco peregrinus) auf der 20. CITES-Vertragsstaatenkonferenz in Usbekistan aufgrund der weltweiten Bestandserholung herabzustufen, wurde leider abgelehnt. Rund um den Globus hatten sich in den vergangenen Jahrzehnten Falknerverbände und weitere Organisationen durch Wiederansiedlungsprojekte für den bestandsgefährdeten Falken engagiert, so dass er momentan nicht mehr vom Aussterben bedroht ist. Der Dachverband Deutscher Avifaunisten hat für ein Projekt zur deutschlandweiten Erfassung überwinternder Rotmilane um Unterstützung gebeten und erhält vom Bundesverband und auch von den Landesverbänden Rheinland-Pfalz, Bayern und Hessen einen Beitrag zur Finanzierung. Falknermeister Hendrik Block berichtete von seiner Teilnahme am Deutschen Naturschutztag in Berlin und dem Ziel zur Niederwildhege einen Deutschen Wiederherstellungsplan zu etablieren. Die stellvertretende Vorsitzende Dr. Kristina Maier-Sam stellte die neue Wildtier-SOS-App vor, auf der neben möglichen Anlaufstellen auch Tutorials für den Umgang mit verschiedenen aufgefundenen Wildtieren zu finden sind. Tanja Schorlemer berichtete, dass der Vorbereitungskurs auf die Falknerprüfung wegen nicht ausreichender Teilnehmerzahl abgesagt werden musste, die Termine für 2027 wurden bereits auf der Homepage veröffentlicht. Bei den Wahlen wurden Dr. Kristina Maier-Sam als stellvertretende Vorsitzende und Ulrich Goldbach als Schriftführer in ihren Ämtern bestätigt. Der Vorsitzende ehrte Ulrich Goldbach für 25jährige und Hubert Horas für 50jährige Mitgliedschaft. Albert Gattung hatte für letzteren die Kopie eines Berichtes über eine Beizjagd in Griesheim aus der Zeitschrift „Stars and Stripes“ der amerikanischen Streitkräfte aus dem Jahr 1977 mitgebracht, wo dieser mit seinem damaligen Habicht abgebildet ist. Im Anschluss an die Versammlung hielt Lena Zander M. Sc. von der Georg-August-Universität in Göttingen einen Vortrag über das Projekt „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern“ (www.rebhuhn-retten.de). Als Projektkoordinatorin des Göttinger Projektgebietes konnte sie aufschlussreiche Einblicke in die aktuellen Forschungsergebnisse geben, die auch durch die finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung von Wildkameras und einer Wärmebilddrohne durch den SPERBER-Fund des DFO-Landesverbandes ermöglicht wurden.