2010 fand in Rheinsberg (Brandenburg) die Fachtagung „Wanderfalken – Erfolgreicher Abschluss des Wiederansiedlungsprojektes baumbrütender Wanderfalken“ statt. Die Organisatoren des Wanderfalken-Auswilderungsprojekts aus Polen kamen auf den DFO-Vorstand zu, mit der Bitte um eine Zusammenarbeit für ein ähnliches Projekt in Polen. Ziel war es, die in Polen seit Jahren durchgeführten Auswilderungen gezielt mit den Erkenntnissen aus dem deutschen Auswilderungsprojekt zu unterstützen. Trotz der langjährigen Zucht von Wanderfalken in Polen standen für die Auswilderung zudem zu wenige Falken zur Verfügung.
Nach intensiven Gesprächen im Februar 2011 entschieden sich die Vertreter der polnischen Seite, des DFO-Vorstands sowie Behördenvertreter aus Hamburg für eine Zusammenarbeit. Bereits im Juni 2011 konnten die ersten Falken zur Auswilderung nach Polen gebracht werden. Seit dieser Zeit sind bis 2024 insgesamt 214 Wanderfalken dem Projekt zur Verfügung gestellt worden. Weitere Fördergelder wurden Anfang 2024 aus der EU für fünf Jahre genehmigt. Allerdings werden die gezüchteten Falken nur noch in den östlichen Gebieten ausgewildert, da die Besiedlungsdichte von baumbrütenden Wanderfalken in den westlichen Gebieten stetig zunimmt. Ausführliche Berichte über das Projekt sind in den Jahrbüchern des DFO ab 2011 veröffentlicht.












